10. November 2012
An Deutschlands Hochschulen werden nach Einschätzung des Wissenschaftsrates zu viele gute Noten vergeben.
Darüber berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Demnach stützt sich das Beratungsgremium von Bund und Ländern bei seinem Urteil auf einen bisher unveröffentlichten Bericht über die Examensnoten aller Fachrichtungen. Dieser komme zu dem Schluss, dass sich die Zensuren an Universitäten und Fachhochschulen in den vergangenen Jahren durchweg deutlich verbessert habe. So hätten im vergangenen Jahr fast 80 Prozent aller Absolventen ihr Studium mit "gut" oder "sehr gut" abgeschlossen. Vor elf Jahren seien es noch 70 Prozent gewesen.
Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Wolfgang Marquardt, zeigte sich alarmiert. Der Süddeutschen Zeitung sagte er, der Trend zu besseren Noten dürfe so nicht weitergehen. Der Bericht des Gremiums stellt ihm zufolge Anzeichen für eine Aufweichung der Bewertungsstandards und eine schleichende Noteninflation fest.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)