12. November 2012

Was Hans Werner Richter wirklich von seinen Kollegen hielt

Günther Grass: eitel. Hans-Magnus Enzensberger: seltsam reaktionär und veraltet. Marcel Reich-Ranicki: ein Schwätzer. Martin Walser und Heinrich Böll: ein fast rudimentäres politisches Denken.

Der Schriftsteller Hans Werner Richter hatte offenbar ein zwiespältiges Verhältnis zu den anderen Mitgliedern der "Gruppe 47". Laut Hans-Werner-Richter-Stiftung, die das Werk des Autors verwaltet, geht das aus Richters kürzlich wiederentdeckten persönlichen Aufzeichnungen hervor.

Der 1993 gestorbene Richter hatte die "Gruppe 47" nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen. Bei Treffen lasen sich spätere Literaturstars wie Günter Grass, Martin Walser oder Ingeborg Bachmann gegenseitig ihre neuen Texte vor.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)