12. November 2012
Egal ob in Griechenland, Portugal oder Spanien: Viele Jugendliche haben keinen Job. In Deutschland sind dagegen tausende Lehrstellen offen.
Deshalb liegen die Vorteile der Idee des Zentralverbands des Deutschen Handwerks für beide Seiten auf der Hand: nämlich die Lehrstellen verstärkt mit Auszubildenden aus europäischen Krisenländern zu besetzen.
Wie Handwerkspräsident Otto Kentzler der "Saarbrücker Zeitung" sagte, wirbt die Branche derzeit vor allem in Portugal und Spanien um Auszubildende. Dort liege die Jugendarbeitslosigkeit bei 35 beziehungsweise sogar über 54 Prozent. Einige Handwerkskammern rekrutieren demnach auch in Polen und Tschechien.
Mit den ausländischen Auszubildenden will das Handwerk dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Nach Angaben des Zentralverbands hat bereits die Hälfte der 53 Handwerkskammern in Deutschland Initiativen zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte und Auszubildender ergriffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)