12. November 2012
Der Pass ist eine Gangart, die nur wenige Pferderassen beherrschen: Isländer zum Beispiel.
Dabei schwingen die Beine der linken und der rechten Körperhälfte jeweils gemeinsam nach vorne - ähnlich wie bei Kamelen oder Elefanten.
Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass dieser Gangart bei Pferden eine komplexe genetische Veranlagung zugrunde liegt. Nun aber behaupten Genetiker der Universität Uppsala in Schweden, es handle sich um eine bloße genetische Mutation. Betroffen ist laut dem Magazin "Spektrum der Wissenschaft" ein Gen, das die Entwicklung von Rückenmarksneuronen steuert. Infolge der Mutation würden Nervenzellen gebildet, die die Beinbewegung der Pferde flexibler koordinierten.
Allerdings vermuten die Forscher, dass die Gen-Mutation allein nicht reicht, um den Passgang zu beherrschen. Die Pferde müssten ihn trotz allem noch trainieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)