12. November 2012
Die Schleimhäute unseres Körpers verteidigen uns gegen Bakterien.
Wie Forscher im Fachblatt "Current Biology" schreiben, geschieht das aber nicht etwa, indem die Schleimhäute die Mikroben einschließen und verlangsamen. Im Gegenteil: der Schleim erhöhe die Beweglichkeit der Bakterien.
Das führe dazu, das diese schlechter Grüppchen bilden könnten - alleine könne ein Bakterium aber keinen Schaden anrichten. Das Prinzip sei das gleiche, das Eltern anwenden, die Kinder in getrennte Zimmer schicken, damit sie weniger Unfug anrichten.
Nach Angaben der Forscher ist der Vorteil der Methode, dass die Bakterien nicht wie beim Einsatz von Antibiotika abgetötet werden. Das mache Resistenzen deutlich unwahrscheinlicher. Das Vorgehen der Schleimhäute könne aus also Ansätze für neue Medikamente bieten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)