13. November 2012
Wenn in Filmen schief klingende Musik ertönt, dann wird es meist spannend.
Denn die als unangenehm wahrgenommenen Akkorde und Tonfolgen erzeugen Angst oder Spannung. Schon kleine Kinder haben eine instinktive Abneigung gegen Dissonanzen. Warum das so ist, das haben Forscher aus Kanada und den USA herausgefunden. Wie sie im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" schreiben, sind dabei die Schwingungsmuster des Akkords entscheidend: Demnach empfinden wir es als unangenehm, wenn die Schwingungen von dem harmonischen Muster abweichen, das bei einem reinen Ton entsteht.
Die Wissenschaftler überprüften für ihre Studie eigentlich eine andere Theorie. Dafür spielten sie tontauben Menschen verschiedene Akkorde vor. Tontaube können geringe Unterschiede in der Tonhöhe nicht unterscheiden. Die Tests brachten aber nicht die gewünschten Ergebnisse - und führten die Wissenschaftler so auf die neue Fährte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)