13. November 2012
In Norwegen kontrollierten in der Wikingerzeit Kleinkönige entlang der Küste Schifffahrt und Handelsrouten.
Bislang ging man aufgrund literarischer Quellen davon aus, dass dies etwa seit Ende des 8. Jahrhunderts der Fall war. In Südwestnorwegen haben Forscher bei Ausgrabungen eine Königshalle entdeckt, die schon im 3. Jahrhundert gebaut wurde.
Bei dem Fund handelt es sich nach Ansicht der Foscher um ein auffallend großes Langhaus, das auf großen Reichtum deute. In den Langhäusern hielten die Könige ihre Feste und die Gebäude waren von der See gut sichtbar. Sie sollten den Wissenschaftler zufolge zeigen, wer die Kontrolle über den Seeweg nach Norden, den "Norðvegr", hatte.
Der Ausgrabungsort gilt auch als Sitz des legendären Königs Harald Hårfager - zu deutsch Harald Schönhaar - der im 9. Jahrhundert zum ersten Mal große Teile der norwegischen Küste zu einem Königreich einte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)