13. November 2012
Die Arbeitswelt in Deutschland ist aufgrund von Reformen in Bewegung gekommen.
Einer Langzeitstudie des Hamburger Instituts für Sozialforschung zufolge ist mittlerweile die Arbeit mobiler, aber auch ungleicher geworden. Die sozialen Abstände zwischen den Beschäftigungsgruppen wüchsen und die Unsicherheit würde zum fixen Bestandteil einer neuen Arbeitswelt.
Für die Studie befragten die Wissenschaftler von 2007 bis 2012 jedes Jahr 150 Menschen, die sich in prekären und unsicheren Erwerbssituationen befanden.
Die Ergebnisse zeigten den Forschern zufolge, dass auf dem Arbeitsmarkt eine neue, stetig wachsende Zwischenzone entstanden ist. Und in dieser Zone würden sich nicht nur Beschäftigungsverhältnisse ändern, sondern auch soziale Beziehungen und normative Überzeugungen. Das habe nicht nur Folgen für Beruf und Betrieb, sondern auch für die Qualität des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Laut den Forschern verbraucht die Beteiligung am Arbeitsleben immer mehr Energie, eine Energie, die anderen Orts fehlt, bei Familien oder sozialen Aktivitäten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)