13. November 2012
Das Fachmagazin "Journalist" hat die "Frankfurter Rundschau" einst als traurigen Dinosaurier bezeichnet.
Jetzt hat die Zeitung Insolvenz angemeldet. Die "FR" gilt als linksliberales Traditionsblatt. Ein kleiner Rückblick auf ihre Geschichte:
Die "Frankfurter Rundschau" wurde am 1. August 1945 gegründet. Schon bei der Gründung wird die politische Ausrichtung klar: Die Männer um Emil Carlebach und Karl Gerold gehörten zur politischen Linken. Sie fühlten sich dem Sozialstaat und den Bürgerrechten verpflichtet. Sie beschäftigten sich früh mit den Studentenprotesten der 68er, bei denen Frankfurt eine Hochburg war.
Finanzprobleme hat die FR schon seit den 1990er Jahren. 2004 schließlich kamen Geldgeber aus einem ungewohnten Kontext: Ein Pressebetrieb der SPD übernahm 40 Prozent. Eine stärkerer Fokus auf das Rhein-Main-Gebiet sollte mehr Leser bringen. 2006 hat der Kölner Verleger Neven Duont die Mehrheit an der angeschlagenen Rundschau übernommen und eine Zusammenarbeit mit der "Berliner Zeitung" aufgebaut. Geholfen hat am Ende aber alles nichts.
Hier der Link zum "journalist"
Gründungsgeschichte der FR in ihrem Blog
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)