13. November 2012
Wir Menschen sind über Jahrtausende hinweg immer dümmer geworden - glaubt zumindest der US-amerikanische Entwicklungsbiologe Gerald Crabtree.
Seine Begründung: Vor tausenden Jahren, als die Menschen noch in kleinen Gruppen durch die Wildnis streiften, waren intellektuelle Fähigkeiten entscheidend zum Überleben. Aber seit die Menscheit in größeren Gemeinschaften zusammenlebe, sei die Intelligenz des Einzelnen weniger wichtig geworden. Crabtree schreibt im Fachblat "Trends in Genetics", die rund 2000 bis 5000 Gene für das Gehirn seien besonders anfällig für Mutationen. Er vermutet, dass die Menschheit in den vergangenen 120 Generationen, also etwa 3000 Jahren, Schritt für Schritt an Intelligenz einbüßte.
Seine Theorie steht einer anderen, bekannteren Theorie entgegen: Dass wir Menschen von Generation zu Generation immer intelligenter werden. Zwar zeigen Studien, dass der Intelligenzquotient tatsächlich stetig steigt. Wie klug unsere Vorfahren wirklich waren, zeigt der IQ aber nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)