13. November 2012

Studie: Christen werden in Umbruchzeiten im Nahen Osten schnell zu Sündenböcken

Im Nahen Osten werden Christen im Zeiten des politischen Umbruchs schnell zu Zielscheiben von Gewalt.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie des regionalwissenchaftlichen "Giga-Instituts" in Hamburg. Nach Ansicht der Wissenschaftler liegt das unter anderem daran, dass Christen im Nahen Osten oftmals eine höhere formale Bildung haben als Muslime. Damit seien sie besser auf die Herausforderungen der Globalisierung vorbereitet. Durch diese privilegierte Stellung könnten sie Neidgefühle auslösen, die dann von politischen Gruppen instrumentalisiert werden könnten. Je nach Land würden sie als "Brückenköpfe" eines verhassten westlichen Denkens angesehen.

Um die Lage von Christen zu verbessern ist es nach Meinung der Wissenschaftler wichtig, die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in dieser Region zu fördern. Wenn sich Hilfsprojekte allein an Christen richteten, könnten diese Neidgefühle verstärken und damit kontraproduktiv sein.

Die ganze Studie zum Nachlesen:

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)