14. November 2012

Gen-Analyse gibt Aufschluss, wie Kamele sich an das Leben in der Wüste anpassen

Endlose Sanddünen, weit und breit kein Grün. Wie können Trampeltiere in dieser kargen Welt überleben?

Dieser Frage geht ein internationales Forscherteam nach, indem es die Gene der Kamel-Art entschlüsselt. Einige Ergebnisse wurden nun im Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlicht.

Demnach helfen viele Unterschiede in den Stoffwechselgenen der Trampeltiere, im Vergleich zu ihren Verwandten, den Rindern, viel länger ohne Nahrung auszukommen. Zum Beispiel hätten die Kamele einen deutlich höheren Blutzuckerspiegel und könnten bis zu achtmal mehr Salz aufnehmen.

Es gebe ein Gen, das die Reaktion der Blutgefäße auf Salz so verändere, dass die Tiere trotz ihres hohen Salzkonsums keinen Bluthochdruck bekämen. Im Fall des Blutzuckerspiegels verändere eine Gen-Mutation die übliche Insulin-Regulierung des Körpers.

Aus der Analyse geht auch hervor, dass sich die Stammeslinien von Rindern und Trampeltieren vor rund 55 bis 60 Millionen Jahren trennten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)