14. November 2012

Fremde Frauen: Hormon lässt verheiratete Männer Abstand halten

Dieses Hormon hätte US-General David Petraeus gut gebrauchen können.

Mit einer Prise Oxytocin in der Nase wäre er vielleicht nicht fremdgegangen und hätte den Stuhl des CIA-Direktors auch nicht räumen müssen. Mediziner der Uni Bonn haben nämlich herausgefunden, dass Oxytocin verheiratete Männer davon abhält, fremden Frauen zu nahe zu kommen.

Für ihr Experiment sprühten sie heterosexuellen Männern das Hormon in die Nase. Eine Dreiviertelstunde später kamen die Probanden in einen Raum mit einer attraktiven Frau. Es zeigte sich, dass Männer in einer festen Beziehung plötzlich einen größeren Abstand suchten. Erst mit etwa 15 Zentimetern mehr zwischen sich und der Frau fühlten sie sich wieder wohl. Auf Single-Männer hatte das Hormon dagegen keinen Einfluss.

Dass Oxytocin bei der Entstehung sozialer Bindungen eine Rolle spielt, war bekannt. Nun vermuten die Forscher aber, dass es in einer monogamen Beziehungen auch die Treue fördert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)