14. November 2012

Österreichisches Gericht verbietet dem "ORF" Seiten auf Facebook

Wenn wir bei "DRadio Wissen" mit Hörern in Kontakt treten wollen, tun wir das zum Beispiel über Facebook.

Auch der österreichische Rundfunk "ORF" hat dort eigene Seiten. Die soll er nun aber nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs in Wien nicht mehr betreiben dürfen. Begründung: Aus Wettbewerbsgründen seien derartige Online-Angebote grundsätzlich anderen Medienunternehmen vorbehalten. Zum Beispiel den Zeitungsverlegern, die sich über die Facebook-Seiten des "ORF" beschwert hatten.

Der Generaldirektor des Senders, Alexander Wrabetz, kündigte an, das Verbot nicht hinzunehmen und rechtliche Schritte auf europäischer Ebene zu prüfen. Bis auf weiteres würden die Facebook-Seiten aber nicht mehr vom "ORF" betreut.

Im Internet löste das Urteil Kopfschütteln aus. Der "Standard" zitiert einen Journalisten auf Twitter mit den Worten: "Wahrscheinlich müssen ORF-Journalisten demnächst auch ihre Handys abgeben." Und der "ORF"-Online-Chef Thomas Prantner meint: "Willkommen in der Medien-Steinzeit".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)