14. November 2012

Viele Lehrer fühlen sich von Schulleitern gemobbt

Mobbing an Schulen ist schon länger ein Thema.

Meistens stehen dabei die Schüler im Fokus. Einer Studie der Universität Koblenz-Landau zufolge fühlen sich Lehrer aber deutlich öfter gemobbt als Schüler - und zwar am häufigsten durch die Schulleitung. Für die Studie wurden 1.500 Lehrer befragt. Mehr als 40 Prozent gaben an, schon "mal gemobbt worden zu sein, jeder sechste sogar öfter als vier Mal im Monat.

Der Autor der Studie, Reinhold Jäger, sagte in der "Deutschlandfunk"-Sendung "Campus und Karriere", Schulleiter gäben Druck, der von Eltern komme, oft an die Lehrer weiter. Viele Eltern hätten wegen schlechter Noten Angst um die Zukunft ihrer Kinder. Sie bauen deshalb laut Jäger teils massiven Druck auf Lehrer und Schulleiter auf. Viele drohten zum Beispiel mit dem Anwalt.

Den Lehrern empfieht Jäger, sich rhetorisch besser zu schulen, um Eltern und Schulleitern entschiedener entgegentreten zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)