15. November 2012
Vitamin D wird schon länger als Mittel gehandelt, das Multiple Sklerose-Patienten helfen könnte.
Britische Wissenschaftler schlagen jetzt vor, Schwangeren Vitamin D als Prophylaxe zu geben. In einer Studie fanden sie heraus: Menschen, die nach der dunklen Winterzeit im April oder Mai geboren wurden, hätten ein signifikant höheres Risiko, an MS zu erkranken, als Menschen, die nach dem Sommer im Oktober oder November geboren wurden. Der Körper bildet bei Sonnenlicht eigenes Vitamin D. Darüber berichten die Forscher in einem Fachmagazin (Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry).
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die das Zentrale Nervensystem betrifft. Patienten leiden unter verschiedenen Symptomen, wie zum Beispiel Lähmungen, Schluckproblemen und Sehstörungen.
Wie Vitamin D hilft, ist noch nicht ganz erforscht. Es hat Einfluss auf mehr als 1000 Gene im menschlichen Organismus und ist vor allem für seine positive Wirkung auf Knochen bekannt. Babys erhalten Vitamin D deshalb als Prophylaxe vor Rachitis.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)