15. November 2012
Mit den Spaniern kamen Hunger und Armut.
Das zeigen neue Knochenfunde von Maya in Mexiko. Archäologen haben in der Fundstätte San Miguelito Knochen aus dem 16. Jahrhundert gefunden - einige davon stammen von Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Sie alle waren nach Angaben der Archäologen zum Zeitpunkt ihres Todes unterernährt und litten an schwerer Blutarmut. Zeichen der Armut seien auch die Grab-Beigaben. Es handle sich um sehr einfache Keramik - zum Beispiel eine Kolibri-Figur oder die Abbildung eines Gesichtes.
Die Maya-Zivilisation hatte ihre Blütezeit zwischen den Jahren 250 und 900 unserer Zeitrechnung. Danach folgten Jahrhunderte des Niedergangs - nach neuesten Analysen auch aufgrund von Dürreperioden. Die Eroberung Mittelamerikas durch die Spanier im 16. Jahrhundert läutete das Ende der Maya-Kultur ein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)