15. November 2012
US-Truppenärzte machen auf einen gefährlichen Pilz aufmerksam, der immer wieder Soldaten befällt, die in Afghanistan schwer verwundet wurden.
Betroffen seien vor allem Soldaten, denen bei Explosionen Gliedmaße weggerissen werden, wie Mediziner der Zeitung "USA Today" berichteten. Die Ärzte gehen davon aus, dass sich die Pilzsporen in der afghanischen Erde befinden und bei der Explosion von vergrabenen Sprengsätzen in die Wunden der Soldaten gelangen. Bei Amputationen werden sie meist nicht entdeckt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann die Infektion ausbrechen und weitere Amputationen erforderlich machen. Das geschwächte Immunsystem der Verletzten könne dem Pilz wenig entgegensetzen. Nach Angaben der Truppenärzte waren in den vergangenen drei Jahren rund 100 Soldaten betroffen, sechs der Erkrankten starben. Die Mediziner raten deshalb ihren Kollegen im Einsatz, die Wunden von Explosionsopfern sofort mit einer verdünnten Bleiche auszuwaschen, um die Sporen rechtzeitig abzutöten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)