15. November 2012
Der Tod des berühmten dänischen Astronomen Tycho Brahe sorgt seit Jahrhunderten für Spekulationen und Verschwörungstheorien.
Quellen besagen, dass er im Jahr 1601 bei einem Festbankett des Kaisers in Prag mit einem Blasenriss zusammenbrach. Später fanden Forscher bei Haaranalysen Quecksilber. Für einige Historiker ein Hinweis darauf, dass er vergiftet wurde - womöglich von einem Konkurrenten.
Dänische Archäologen widersprechen dem nun. Sie haben das Grab von Tycho Brahe nach jahrelangen Verhandlungen in Prag erneut geöffnet und Haar- und Knochenproben untersucht. Dabei konnten sie keine Hinweise auf eine tödliche Dosis Quecksilber finden.
Das Grab war 1901 schon mal geöffnet worden. Damals war tatsächlich Quecksilber gefunden worden. Die damaligen Untersuchungsmethoden gelten jedoch heute als veraltet.
Berichte dazu in den dänischen Medien: http://politiken.dk/kultur/ECE1811864/myte-aflivet-kviksoelv-slog-ikke-tycho-brahe-ihjel/ http://www.dr.dk/Nyheder/Indland/2012/11/15/072547.htm
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)