15. November 2012
Verbrecherjagd über Facebook - aus Sicht der Justizminister von Bund und Ländern könnte das bei der Suche nach Verdächtigen helfen.
Sie haben beschlossen, die Veröffentlichung von Fahndungsaufrufen über soziale Netzwerke zu prüfen. So wollen die Behörden vor allem junge Menschen erreichen. Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn sagte, klassische Medien wie Zeitungen gingen größtenteils an den Jugendlichen vorbei. Die Polizei habe auch schon positive Erfahrungen mit Facebook gemacht. In Frankfurt sei zum Beispiel ein Mord mit Hilfe von Aufrufen in dem Netzwerk aufgedeckt worden.
Eine Arbeitsgruppe soll jetzt dafür sorgen, dass der Datenschutz nicht zu kurz kommt. Kritiker befürchten, dass zum Beispiel Fotos von Verdächtigen für lange Zeit im Internet zu finden sind, auch wenn eine Strafe schon verbüßt wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)