16. November 2012
"Zu einer Lynchjustiz darf es nicht kommen."
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar äußert sich in der "Mitteldeutschen Zeitung" zum neuesten Vorstoß der Justizminister - die Verbrecherjagd über Facebook. Die Justizminister von Bund und Ländern hatten gestern beschlossen, zu prüfen, ob Fahndungsaufrufe künfig in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden können.
Der Datenschutzbeauftragte Schaar sagte, die Internetfahndung dürfe auf keinen Fall dazu führen, dass falsche Verdächtigungen aufkämen. Außerdem dürften Fotos nicht direkt gepostet, sondern nur verlinkt werden. Sensible Daten müssten auf Polizeiservern bleiben.
In Niedersachen und Hessen gibt es bereits Pilotprojekte zur Fahndung auf Facebook. In einigen Fällen hatten die Aufrufe zum Erfolg geführt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)