16. November 2012
Eigentlich will Europa auch zum Mond.
Der Raumfahrtkonzern Astrium arbeitet im Auftrag der Europäischen Weltraumagentur Esa an der ersten europäischen Mondlandung. "Lunar Lander" heißt die unbemannte Forschungsmission. 2019 sollte eine Sonde am Südpol des Mondes landen. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, steht das Projekt mittlerweile kurz vor dem Aus. Die Zeitung beruft sich auf das Bundeswirtschaftsministerium, demzufolge sich Deutschland nicht mehr für den "Lunar Lander" einsetzen will.
Grund für den Rückzug seien die knappen Budgets in den übrigen Esa-Mitgliedsstaaten. Man fürchte, keine weiteren Unterstützer zu finden, um Geld für die Weiterentwicklung zu erhalten. Bislang waren etwa 500 Millionen Euro für das Projekt angesetzt.
Nächste Woche wollen Vertreter der Esa-Mitgliedsländer laut Bericht nochmal über die Finanzierung des europäischen Mondprojekts verhandeln.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)