16. November 2012

Traurig sein kann teuer werden

"Traurig sein macht arm."

So lässt sich das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Harvard Universität zusammenfassen. Nach einem Bericht des britischen "Telegraph" zeigten sie Testpersonen ein Video, um sie in eine traurige Stimmung zu versetzen. Danach musste die Gruppe finanzielle Entscheidungen treffen. Es fiel auf, dass die traurigen Testpersonen vor allem auf kurzfristigen Nutzen aus waren, langfristiger Profit spielte eine untergeordnete Rolle - anders als bei Probanden, die das Video nicht gesehen hatten.

Die Harvard-Wissenschaftler bezeichneten die traurigen Testpersonen als kurzsichtiger, weil für sie eine schnelle Belohnung wichtiger war als größere Gewinne zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Forscher hoffen, dass durch die Erkenntnisse finanzielle Probleme vermieden werden können. Wer traurig ist, sollte vielleicht seine Kreditkarte besser nicht benutzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)