16. November 2012

DGB-Studie sieht Milliarden-Sparpotential bei Hartz-Ausgaben

Sie arbeiten Vollzeit, verdienen aber so wenig, dass sie zusätzlich noch Hartz-IV-Leistungen bekommen. Die Rede ist von so genannten Aufstockern.

Wie die "Osnabrücker Zeitung" berichtet, kommt eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes zu dem Ergebnis, dass es in Deutschland rund 350.000 Menschen gibt, die trotz einer vollen Stelle nicht von ihrem Lohn leben können und auf staatliche Hilfe angewiesen sind.

Zahlungen an Hartz-IV-Aufstocker machten mittlerweise ein Drittel der Gesamtzahlungen an Hartz-IV-Haushalte aus.

In der DGB-Studie wird vorgeschlagen, einen Mindestlohn von 8,50 Euro einzuführen. Das könne Bund und Kommunen um mehrere Milliarden entlasten. Allein 2010 seien nur für sozialversicherungspflichtig beschäftigte Aufstocker vier Milliarden Euro ausgegeben worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)