16. November 2012

Künstliche Wasserumwälzung in der Ostsee ist technisch möglich

Sie werden auch "Todeszonen" genannt: Meeresböden in der Ostsee, die von Sauerstoffmangel betroffen sind - so sehr, dass dort praktisch kein Leben mehr existiert.

Erste Versuche haben ergeben, dass eine Wiederbelebung technisch möglich ist, indem sauerstoffreiches Oberflächenwasser in die Tiefe gepumpt wird. Laut einem Bericht der schwedischen Meeres- und Wasserbehörde wurde während der letzten Jahre an mehreren Stellen eine solche künstliche Wasserumwälzung vorgenommen. In einem Fjord nördlich von Göteborg hätten sich dabei nach zwei Monaten positive Folgen eingestellt, in der Nähe von Stockholm sei der Sauerstoffgehalt bereits nach einer Woche merklich gestiegen, außerdem sei der Phosphorgehalt gesunken und es sei zu einer Zunahme der Fauna gekommen.

Die beteiligten Wissenschaftler wollen jetzt prüfen, ob der Erfolg langfristig ist. Als Nächstes ist deshalb ein umfangreicheres Projekt mit einer windkraftgetriebenen Pumpe vor der dänischen Küste geplant.

Die Ursache für den Sauerstoffmangel ist vor allem die Einleitung von Phosphor- und Stickstoffverbindungen aus der Landwirtschaft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)