16. November 2012
Die südamerikanische Heuschrecke Copiphora löst bei britischen Wissenschaftlern gerade Verzückung aus.
Wie sie im Fachmagazin "Science" schreiben, haben sie
eine für sie verblüffende Parallel-Entwicklung zwischen dem Insekt und dem Menschen entdeckt.
Demnach ähnelt das Ohr der Heuschrecke, das übrigens im Knie des Tiers sitzt, dem
menschlichen Ohr. Auch bei der Heuschrecke gebe es ein Innenohr, das mit Flüssigkeit gefüllt sei. Wie beim Menschen werde der über die Luft übertragene Schall in Flüssigkeitsschwingungen
umgewandelt und verstärkt. Erst dadurch könnten die Sinneszellen diese Signale registrieren und in Nervenreize übersetzten. Bisher sei ein solch aufgebautes Innenohr nur bei Säugetieren
bekannt gewesen.
Von der Entdeckung soll auch der Mensch profitieren - durch die Entwicklung kleinerer Hörgeräte. Denn das Ohr der Heuschrecke ist nur 600 Mikrometer groß,
arbeitet den Forschern zufolge aber genauso leistungsfähig wie das des Menschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)