16. November 2012

Untersuchung bestätigt: Zwangsarbeiter produzierten für Ikea

Politische Häftlinge haben in DDR-Betrieben für Ikea gearbeitet.

Das hat eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young ergeben. Darin heißt es, dass einige Ikea-Vertreter auch davon gewusst haben. Die Produktion in DDR-Gefängnissen sei 25 bis 30 Jahre her. Eine Managerin des Möbelhauses, Jeanette Skjelmose, sagte, man bedauere es außerordentlich, dass dies geschehen konnte.

Ikea hatte die Untersuchung selbst in Auftrag gegeben, nachdem mehrere Medien über die angebliche Zwangsarbeit berichtet hatten. Schon bevor die Studie heute vorgestellt wurde, gab es Kritik. Vertreter von Stasi-Opfern hatten gefordert, die Vorwürfe müssten unabhängig untersucht werden und nicht von Ikea selbst.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)