16. November 2012
Seit gestern ist klar: Eltern haften nicht unbedingt für ihre Kinder.
Zumindest nicht in jedem Fall, wenn es um illegale Musik-Downloads geht. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Laut dem Urteil müssen sie keine Strafe fürchten, wenn sie die Kinder zuvor ausreichend über die Verbote belehrt haben. Die Entscheidung wird als Niederlage für die Musikindustrie gewertet.
Der Bundesverband Musikindustrie warnt Eltern jetzt vor Sorglosigkeit. Verbandsgeschäftsführer Florian Drücke sagte, das Urteil sei kein Freifahrtschein. Es bedeute nicht, dass Eltern sich nach einer einmaligen Belehrung nicht mehr um das Surfverhalten ihrer Kinder kümmern müssten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)