19. November 2012

Shi-min Fang: Gefakete Forschung in China breitet sich aus

Sie nennen ihn Fraud-Fighter, den Kämpfer gegen Betrug.

Der Chinese Shi-min Fang deckt Schummeleien in vermeintlich wissenschaftlichen Arbeiten auf. Im Interview mit dem Newscientist sagt er, dass sich gefakete Forschung in seinem Land wie eine Krankheit ausbreite. Gründe dafür seien die Mischung aus fehlender Meinungsfreiheit, staatlichem Totalitarismus und extremem Gewinnstreben. Der Versuch, alles zu kommerzialisieren habe auch die Wissenschaft erreicht.

Als Beispiel für Betrug nennt er eine Studie über angeblich energiefördernde Nahrungsmittelzusätze. Mehr als ein Dutzend chinesische Biochemiker haben an der Studie gearbeitet, später wurden über 1000 Schummeleien entdeckt.

Shi-min Fang stand für seine Enthüllungen schon mehrfach vor Gericht und musste hohe Geldstrafen zahlen. Seine Vorträge sind jedoch an Universitäten in aller Welt gefragt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)