19. November 2012
Anhänger der Steinzeit-Diät setzen auf Fleisch und Früchte und verzichten weitgehend auf Kohlenhydrate - zu Unrecht.
Sabine Karg, Archäobotanikerin an der Universität Kopenhagen, hat dem Wissenschaftsportal "Videnskap" erklärt, dass die Kost der Jäger und Sammler mehr Kohlenhydrate enthielt als gemeinhin angenommen. Sie und ihre Kollegen hätten bei Ausgrabungen alter Siedlungen Samen von wilden Gräsern und Wasserpflanzen entdeckt, aber auch die Reste von Wurzeln und wilden Rüben.
Stark gestiegen ist der Anteil der Kohlenhydrate allerdings erst mit Beginn der Landwirtschaft in den Jungsteinzeit. Darauf weist Pia Bennike, biologische Anthropologin der Universität Kopenhagen, hin. Das zeigten Untersuchungen der Zähne. Während die Steinzeit-Nomaden sehr gute Zähne gehabt hätten, habe sich in der Jungsteinzeit Karies ausgebreitet - Anzeichen für einen vermehrten Konsum von Kohlenhydraten. Denn der wird beim Kauen zu Zucker.
Mehr dazu auf den folgenden [dänischen Seiten:|http://videnskab.dk/kultur-samfund/stenalderjaegerne-guffede-gerne-kulhydrater http://www.dr.dk/sundhed/dinsundhed/Sundmad/Artikler/2012/1116135317.htm]
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)