19. November 2012
Hallöchen Herr Professor.
So beginnen laut Jan Seifert nur wenige Emails von Studenten an ihre Lehrenden. Der Linguist von der Universität Bonn hat 500 Mails ausgewertet. Wie er im Deutschlandradio Kultur sagte, sind Emails mit zahlreichen und extremen Normverstößen die Ausnahme. Der größte Teil der Mails sei eher unauffällig. Bei manchen habe man den Eindruck, dass die Studenten nicht gelernt hätten sich situationsadequat auszudrücken. So wenden manche laut Seifert die bisher gekannten informellen Umgangsweisen mit Freunden auf die neue Situation an der Uni an. Seifert zufolge gibt es aber auch Mails, denen man anmerkt, dass die Studenten um eine besonders gewählten Ausdruck bemüht sind, was dann wiederum oft zu gespreizten Formulierungen führt.
Die Untersuchung ist erschienen in "Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur", Ausgabe 8, Seite 1-25. Der Aufsatz heißt "Nähe und Distanz in studentischen E-Mails."
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)