19. November 2012

Klimaverhandlungen: Forscher fordern Neujustierungen

Die Struktur und der Prozess der UNO-Klimaverhandlungen sind antiquiert und unfair.

Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Forscher nachdem sie die Zusammensetzung der Delegation über die Jahre untersucht hatten. Im Fachmagazin "Nature Climate Change" erörtern die Wissenschaftler, wie sich die Zahl der Delegierten über die Jahre verändert hat. Demnach entsandten 1995 170 Länder insgesamt 757 Delegierte. 2009 waren es fast 11.000 Delegierte aus 194 Ländern, dazu kamen noch über 13.000 Vertreter von NGOs. Außerdem hätten kleinere Entwicklungsländer ihre Delegationen verkleinert, während die G-7-Staaten und größere Schwellenländer ihre vergrößert hätten. Die Ausnahme bildeten die USA, die inzwischen wneiger Teilnehmer entsenden. Das führe dazu, dass vor allem die Macht der ärmeren Länder immer weiter limitiert würde und ihre Teilnahme immer ineffektiver mache.

Die Wissenschafler fordern, dass sich die Strukturen der Klimaverhandlungen der UNO verändern. Ihrer Ansicht nach soll die Gesamtzahl der Delegierten auf einen handhabbaren Stand bleiben und die Anzahl der Delegierten pro Land gedeckelt werden.

In Doha, Katar, startet in einer Woche der 18. "UNO Climate Change Summit".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)