19. November 2012
Die Evolution setzt offenbar gerne auf bewährte Strategien.
Das haben deutsche und US-amerikanische Forscher herausgefunden. Sie schreiben im Fachjournal Nature Genetics von erstaunlichen Parallelen bei der Organbildung bei Fröschen und anderen Tierarten.
Die Wissenschaftler schließen daraus, dass Entwicklungsbausteine, die sich in der Evolution einmal bewährt haben, offensichtlich immer wieder verwendet werden, wenn auch mit kleinen Abwandlungen.
Mit Hilfe hochauflösender Mikroskopie wurde die frühe Organentwicklung bei Froschnieren aufgeklärt. In dieser Phase müssen sich aus kugelförmigen Gebilden gestreckte Nierenschläuche bilden. Die sind für die spätere Nierenfunktion lebenswichtig. Das geschieht durch einen speziellen Mechanismus. Dieser wird den Forschern zufolge sehr überraschend auch schon bei Fruchtfliegen verwendet und wahrscheinlich auch bei Mäusen.
Die Forscher erhoffen sich aus den neuen Erkenntnissen auch Hilfe für eine Nierenkrankheit beim Menschen, den Zystennieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)