20. November 2012
Musik kann beruhigen. Sie kann aber auch Kämpfer in einen Blutrausch versetzen oder Gefangene foltern.
Mit diesem Thema beschäftigt sich die Dokumentation "Musik als Waffe", die vor zwei Jahren von ZDF und Arte produziert wurde. In der vergangenen Nacht hat sie in New York einen "Emmy" bekommen, den bedeutendsten Fernsehpreis der USA. "Musik als Waffe" setzte sich gegen drei andere ausländische Beiträge in der Kategorie "Künstlerische Sendung" durch.
In der Dokumentation geht es um den Komponisten Christopher Cerf, der mehr als 200 Lieder für die "Sesamstraße" geschrieben hat. Er erfährt, dass Insassen des US-Gefangenenlagers Guantánamo gefoltert werden, indem sie seine Lieder immer wieder in höllischer Lautstärke vorgespielt bekommen. Cerf macht sich auf den Weg und erkundet, wie Musik in der Geschichte immer wieder zu Kriegszwecken missbraucht wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)