20. November 2012

Greenpeace: Führende Modemarken produzieren ihre Kleidung mit giftigen Chemikalien

Umweltschutz geht anders:

Laut Greenpeace setzen führende Modemarken in ihrer Produktion krebserregende oder hormonell wirksame Chemikalien ein. Das geht nach Angaben der Organisation aus einer Untersuchung hervor, die unabhängige Labore an 140 Kleidungsstücken aus 30 Ländern durchführten.

Demnach enthielten ausnahmslos alle überprüften Hosen, Jacken und T-Shirts NPE: Das sind nichtionische Tenside, die im Abwasser zu Nonylphenol abgebaut werden und dann für Fische giftig werden. Außerdem wurden laut Greenpeace fortpflanzungsschädigende Weichmacher und krebserregende Amine entdeckt. Produziert wurden die Artikel demnach unter anderem in China, Mexiko und Pakistan.

Greenpeace kritisiert, die Hersteller missbrauchten Flüsse als Abwasserkanäle und verschmutzten so das Trinkwasser von Millionen Menschen. Die gefährlichen Substanzen würden aber auch hierzulande freigesetzt, wenn man die belasteten Kleidungsstücke wasche.

Eine Liste der betroffenen Marken findet sich hier:

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)