20. November 2012

Große Regentropfen sind für Stechmücken kein Problem - winzige Nebeltröpfchen schon

Die Kollision mit einem zwanzigmal größeren Regentropfen macht einer Stechmücke nichts aus.

Nebel dagegen hindert sie am Fliegen. Warum das so ist, haben Physiker vom Georgia Institute of Technology auf einer Tagung in San Diego erklärt.

Für ihre Untersuchung nutzten die Wissenschaftler eine Highspeed-Kamera und stellten fest: Die feinen Nebeltröpfchen blockieren die Schwingkölbchen der Mücken. Das sind zwei kleine, hinter den Flügeln sitzende Lagesensoren. Durch minimale Veränderungen daran können die Mücken während des Flugs ihre Lage im Raum bestimmen. Ein durchschnittlicher Regentropfen stört dabei den Angaben zufolge nicht, selbst wenn es bei einem starken Guss alle 20 Sekunden zur Kollision komme.

Im Nebel ist das den Forschern zufolge anders: Wenn die Schwingkölbchen tausendfach pro Sekunde mit winzigen Nebeltropfen zusammenstießen, würden die Schwingungen der Kölbchen gestört und die Mücken orientierungslos.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)