20. November 2012

Hintergrund: Erbitterte Feindschaft zwischen Hutu und Tutsi lässt wenig Hoffnung auf Ende der Gewalt im Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo haben Rebellenmilizen mit dem Sturm auf die Stadt Goma begonnen. Wer sind die verfeindeten Parteien in diesem jahrzehntelangen Bürkgerkrieg?

Hinter dem blutigen Dauerkonflift in der Demokratischen Republik Kongo steht die erbitterte Feindschaft zwischen den Volksgruppen der Hutu und der Tutsi. Im Nachbarland Ruanda hatte diese Feindschaft 1994 zu Massakern geführt, bei denen bis zu einer Million Tutsi ermordet worden waren. Nach dem Ende des Bürgerkrieges in Ruanda waren hundertausende Hutu in den heutigen Kongo geflohen, darunter viele der Haupttäter des Genozids. Zehntausende sind bis heute dort geblieben. Die Tutsi im Land werfen der Regierung vor, sich nicht genügend von den ruandischen Hutu zu distanzieren. Seit 2006 kämpfen tutsigeführte Milizen vom Osten der Demokratischen Republik Kongo aus gegen die kongolesische Regierung. Auch etliche Friedensabkommen konnten die Kämpfe nicht stoppen. Aus dem Lager der Tutsimilizen hat sich auch die Gruppe M23 entwickelt, die jetzt versucht, Goma zu erobern. Nach UNO-Erkenntnissen werden die M23-Rebellen von Ruanda und Burundi unterstützt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)