20. November 2012
Wer in Hollywood in den 1940er Jahren als Kommunist galt, hatte in der Traumfabrik keine Chance mehr.
Nach 65 Jahren hat sich die Zeitschrift "Hollywood Reporter" jetzt für ihre Rolle bei der Hexenjagd auf angebliche Kommunisten entschuldigt. Der Sohn des Gründers der Zeitschrift schreibt in der aktuellen Ausgabe, sein Vater habe die berühmt-berüchtigte schwarze Liste 1946 aus Neid und Rache gegen mehrere Hollywood-Bosse geschrieben. In der Liste hatte er teils führende Künstler und Film-Mitarbeiter als Kommunisten denunziert. Für viele der Denunzierten bedeutete das das Ende ihrer Karriere. Führende Studios und Produzenten reagierten mit der sogenannten Waldorf-Erklärung, in der sie versicherten, keine angeblichen oder tatsächlichen Kommunisten zu beschäftigen.
In einem weiteren Artikel beschreibt der Schauspieler Sean Penn, wie sein Vater, der auf der schwarzen Liste stand, darunter zu leiden hatte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)