21. November 2012

Eltern droht nach Protestunterricht nun Strafe

Sie sind ein bißchen wie das kleine gallische Dorf aus Asterix und Obelix - die Bewohner des sächsischen Ortes Seifhennersdorf.

In ihrem 4.000-Einwohner-Dorf soll die Mittelschule keine neue fünfte Klasse mehr bekommen, die Kinder sollen auf umliegende Schulen verteilt werden. Daraufhin haben über 20 Eltern einen Protestunterricht organisiert und lassen ihre Kinder seitdem weiter in der Schule unterrichten. Die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth will nun gegen die "illegale Beschulung" vorgehen. Sie verweist auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts, das besagt, dass das Land Sachsen Recht hat und keine neue Klasse eröffnen muss. Man wolle nun Recht, Gesetz und Ordnung walten lassen. Eine von den Eltern geforderte Sonderregelung wies Kurth ab. Statt dessen verschickte sie Bußgeldbescheide an die Eltern, die laut Ministerium mit dem illegalen Unterricht die Schulpflicht ihrer Kinder verletzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)