21. November 2012
Sie haben mehr als 10.000 Unterschriften gesammelt, um gegen den ihrer Meinung nach illegalen Landverkauf zu protestieren.
Wie "Radio Free Asia" berichtet, wollen die Bewohner des Dorfes Liantang in der chinesischen Provinz Guangdong den Verkauf von rund 133 Hektar Land rückgängig machen. Außerdem soll der Dorfrat zurücktreten. Durch Zufall hatten die Bewohner erfahren, dass der Dorfrat die Fläche an private Investoren verkauft hat. Dort soll ein Logistikzentrum gebaut werden. Wohin der Erlös von rund 32 Millionen US-Dollar geflossen ist, ist unklar. Jetzt soll eine Untersuchungskommission eingesetzt werden. Von der Kommission erhoffen sich die Dorfbewohner jedoch nicht viel: Ohne mächtige Unterstützung hätte der Landverkauf nicht statt finden können. Ob eine Kommission die Missstände aufdecke, sei daher fraglich.
In China gehört jegliches Land dem Staat, wird aber lokal verwaltet. Immer wieder gibt es dem Bericht zufolge Proteste nach Bekanntwerden großer Verkaufsdeals, die einige Provinzpolitiker reich machen, der Landbevölkerung aber häufig mehr Schaden als Nutzen bringen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)