21. November 2012

Lunge auf einem Chip - als Ersatz für Tierversuche

Dieser Chip atmet. Zumindest virtuell.

Forscher der Harvard Universität haben eine Lunge auf einem Chip nachgebaut. Er wird aber nicht etwa in den Körper eingepflanzt, sondern mit dem künstlichen Organ sollen lebensbedrohliche Krankheiten simuliert werden. In Versuchen haben sie sich effektiver als Tierversuche erwiesen.

Der Lungen-Chip ist ungefähr so groß wie ein Daumen. Auf ihm sind eine Membran und zwei Kanäle untergebracht, durch die Luft fließt. Eine Nährlösung dient als Blutersatz. Um das Atmen zu simulieren, wird ein Vakuum erzeugt, sodass sich das Ganze wie menschliches Lungengewebe erweitert und zusammenzieht.

In dem Labor sind noch weitere Chip-Organe in Planung. Die Forscher arbeiten an der Simulation von Magen, Herz und Niere.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)