21. November 2012
Sie streifen durch den Bestand der Berliner Universität.
Eine Forschergruppe hat damit begonnen, die Universitätsbibliothek der TU nach Raubgut der Nationalsozialisten zu durchsuchen. Es soll dann den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden.
Die Nazis raubten Bücher von Millionen Menschen. Die Wehrmacht schaffte außerdem Bücher waggonweise aus besetzten Gebieten in das Deutsche Reich. Dieses gestohlene Kulturgut wurde in Deutschland "verwertet": Es wurde von den Finanzämtern auf Auktionen verkauft und deutschen Bibliotheken zur Verfügung gestellt.
Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass die TU-Universitätsbibliothek kein NS-Raubgut besitzt, da fast der gesamte Bestand nach Ende des Krieges verloren gegangen war. Inzwischen zeigte sich allerdings, dass im Wiederaufbau nach 1945 auch geraubte Bücher in deutsche Bibliotheksbestände eingearbeitet wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)