21. November 2012
"Raumfahrt ist Investition in die Wirtschaft."
Mit diesem Argument rechtfertigt die Europäische Raumfahrtagentur ESA, dass sie trotz klammer Kassen auch in den nächsten drei Jahren mehr als zehn Milliarden Euro braucht - und bewilligt bekommt. Darauf haben sich Deutschland und Frankreich als größte Geldgeber nach harten Verhandlungen der ESA-Mitgliedsstaaten in Neapel verständigt.
Der zuständige Koordinator der Bundesregierung, Peter Hintze, äußerte sich zufrieden: Deutschland habe sich mit seinem Wunsch durchgesetzt, die Trägerrakete Ariane 5 weiterzuentwickeln und bis 2018 flugreif zu machen. Eine Entscheidung über die von den Franzosen gewollte neue Ariane 6 wurde vertagt.
Laut Hintze will die ESA auch die Internationale Weltraumstation ISS weiter unterstützen - etwa mit einem Servicemodul für einen Raumgleiter. Aus Geldmangel gestrichen wurden dagegen das Projekt einer Mondsonde und die Entwicklung eines Wettersatelliten zusammen mit den Chinesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)