22. November 2012
Babys üben schon im Mutterleib vieles von dem, was sie später dann regelmäßig tun:
Sie strampeln mit den Beinen, sie lutschen am Daumen - und sie gähnen. Dass es sich dabei nicht um bloßes Mundöffnen handelt, haben Forscher der Universität Durham in Großbritannien belegt.
Sie beobachteten 15 Föten zu verschiedenen Zeitpunkten mit Hilfe hochauflösender Ultraschallaufnahmen. Ein Gähnen hatten sie zuvor so definiert, dass das Öffnen des Mundes bis zu dreimal so lange dauert wie das Schließen.
Das Ergebnis: Föten gähnen bis zur 28. Schwangerschaftswoche besonders viel, ab der 36. Woche, also kurz vor der Geburt, dann aber gar nicht mehr. Warum, ist den Forschern noch unklar - ebenso der Grund für das Gähnen. Denn aus Müdigkeit gähnten die Föten mit Sicherheit nicht.
doi:10.1371/journal.pone.0050569
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)