22. November 2012
Auch Hunde können Wörter lernen - aber sie tun es anders als kleine Kinder.
Kinder prägen sich als erstes die Form eines genannten Gegenstandes ein. Sie schließen daraus zum Beispiel, dass ein Ball immer rund ist. Hunde achten dagegen vor allem auf die Größe des Gegenstandes. Das berichten britische Forscher im Fachmagazin PLoS One.
Sie machten ihre Versuche mit einem Border Collie namens Gable. Sie zeigten ihm ein U-förmiges Objekt und brachten ihm bei, dass das ein "Dax" sei. Dann legten sie ihm zwei weitere Gegenstände vor, die entweder in Form, Größe oder Textur von "Dax" abwichen.
Auf den Befehl, "Dax" zu apportieren, wählte Gable in allen Versuchen das Objekt, das dem ursprünglichen "Dax" in der Größe am ähnlichsten war. Nach vier Monaten wiederholten sie den Test. Diesmal wählte der Collie das Objekt mit der ähnlichsten Textur - nie aber den mit der ähnlichsten Form, wie ein Kleinkind es getan hätte.
Die Wissenschaftler sehen darin den Beweis, dass ein Hund Objekte und ihre Namen auf andere Weise lernt und generalisiert als der Mensch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)