22. November 2012

Internet-Endungen .bible und .islam umstritten

Aus großer Macht folgt große Verantwortung.

Spiderman wurde daran erinnert - und jetzt auch Firmen und Vereine, die sich an der Vergaberunde von Web-Adressen-Endungen beteiligen. Für umgerechnet rund 150.000 Euro können sie beantragen, alle Webadressen mit einer Endung verkaufen zu dürfen. Bei der Endung .bible hat ein Vertreter des Beratungskomitees der Vergabekommission ICANN Einspruch eingelegt. Antragsteller war die American Bible Society. Das indische Komiteemitglied sagte, der Verein lege nicht dar, wie er die Interessen von 27 Millionen Christen in Indien wahren wolle. Markenschutz von religiösen Begriffen sei im indischen Recht ohnehin verboten.

Weitere Einwände hatte ein Vertreter der Arabischen Emirate bei der Top-Level-Domain .islam. Der Antragsteller aus der Türkei müsse garantieren, dass Seiteninhalte den Vorgaben des Islam entsprächen. Bis April 2013 kann das Beratungskomitee formal Widerspruch gegen Anträge einlegen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)