22. November 2012

Für Kaiserpinguine ist Meereis wichtiger Rastplatz

Ohne Eisschollen kein Futter?

Die antarktischen Eisflächen sind einer Studie zufolge wichtige Rastplätze für jagende Kaiserpinguine. Während ihrer stundenlangen Futtersuche im Wasser kehren die Tiere immer wieder zum Meereis zurück und verbringen dort fast ein Drittel ihrer Zeit. Das berichten internationale Forscher im Journal PloS One.

Sie erfassten mit speziellen Geräte die Bewegungen einer Pinguinkolonie während der Brutzeit und auch wie tief die zehn Tiere tauchten. Das Ergebnis: Die Pinguine waren im Schnitt knapp fünf Stunden lang auf Jagd. Dabei tauchten sie zwei Drittel der Zeit tiefer als fünf Meter, oft sogar bis in sehr große Tiefen. Die Ruhephasen auf den Eisschollen dienen laut den Forschern wahrscheinlich nicht nur der Erholung, sondern auch dem Schutz vor Räubern wie etwa Seeleoparden.

Durch den Klimawandel ändert sich nach Angaben der Forscher die Verteilung des Meereises. Das könnte sich auch auf die Jagdgewohnheiten der Pinguinkolonien auswirken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)