22. November 2012
Ihn stört der Satz "Gott sei gelobt".
Ein Staatsanwalt in Brasilien will dieses Bekenntnis zum Christentum von den Geldscheinen seines Landes streichen lassen. Er sehe die Religionsfreiheit verletzt. Nun erhält der Mann von Kritikern Morddrohungen. Dem größten Nachrichtenportal Brasiliens, Terra, sagte der Jurist, er habe in den vergangenen Tagen mehrfach E-Mails erhalten, in denen er mit dem Tode bedroht worden sei. Zuvor hatte seine Klage bereits eine lebhafte Diskussion auf Twitter ausgelöst.
Der Gottesbezug auf den brasilianischen Banknoten war 1986 eingeführt worden - vom damaligen Präsidenten José Sarney. Etwa 65 Prozent der Bevölkerung des Landes gehören dem katholischen Glauben an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)