22. November 2012

ADHS-Medikamente verhindern kriminelles Verhalten bei Patienten

Menschen mit ADHS begehen häufiger Straftaten als Leute ohne die Störung.

Werden sie mit Medikamenten behandelt, wird der Unterschied kleiner. Das berichten britische und schwedische Forscher im "New England Journal of Medicine". Sie haben 25.000 Menschen mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom untersucht. Von ihnen wurden viermal mehr Männer straffällig als von Männern ohne ADHS. Unter den Frauen waren es sogar siebenmal soviele.

Besonders interessierten sich die Forscher für die Teilnehmer, die zeitweise Medikamente gegen die Störung nahmen. Währenddessen war die Wahrscheinlichkeit für Straftaten um 30 bis 40 Prozent geringer. Eine Autorin der Studie sagt dazu, die Medikamente könnten Kurzschlussreaktionen verhindern und den Patienten helfen, ihr Leben besser zu organisieren. Menschen mit ADHS haben oft Konzentrationsschwächen und verhalten sich manchmal aggressiv.

Der Hinweis eines unahhängigen Psychologen: Die ADHS-Medikamente seien deutlich billiger als Gefängnisaufenthalte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)