22. November 2012
Ein Nationalmuseum ist in vielen Ländern imposant oder zumindest altehrwürdig.
In Serbien ist es eine Ruine. Journalisten der serbischen Zeitung "Novosti" haben das Museum in Belgrad besucht, das seit zehn Jahren geschlossen ist. Sie beschrieben es als "Horrorszene": Durch die Decken der Ausstellungsräume regne es, die Wände seien vermodert, die elektrischen Anlagen und die Kanalisation ruiniert und es gebe keinen Brandschutz.
Das Nationalmuseum in Belgrad ist aus Geldmangel und durch Korruption eine Brache. Fünf Regierungen hatten bisher weder Geld noch ein Konzept, um das marode Gebäude zu renovieren. Ein Korruptionsskandal verhinderte, dass die Kunstwerke ausgelagert wurden.
In der Sammlung des Museums sind unter anderem Werke von Malern wie Renoir, Matisse oder Monet. In den vergangenen Jahren gab es auch Spekulationen, dass in den Museumsdepots Originale gegen Kopien ausgetauscht wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)